Donnerstag, 13. Oktober 2016

Leitfaden für die Kommunikation aktualisiert

Wie baue ich eine Presseerklärung auf? Worauf muss ich beim Versand einer Pressemeldung achten und was bitte bietet sich überhaupt als Thema an? Diese und viele weitere Fragen beantwortet der aktualisierte Kommunikationsleitfaden "Investition in die Kommunikation".

Die Broschüre wurde von Kommunikationsprofis erstellt, die ihren beruflichen Schwerpunkt in der Logistik haben - als PR-Berater, in der Marketing- oder Kommunikations-Abteilung eines Unternehmens oder aber als Journalist. Diese verschiedenen Sichtweisen auf das Thema Kommunikation sowie die Praxiserfahrung, die diesem Ratgeber zugrunde liegt, machen die Broschüre praxisnah.

Eine weitere Gemeinsamkeit der Autoren: Sie sind alle Mitglieder des Themenkreises "Image der Logistik" unter dem Dach der BVL. Dieser Themenkreis trifft sich mehrmals im Jahr, um sich auszutauschen und Maßnahmen zu realisieren, mit denen das Image der Logistik verbessert werden kann. 

Übrigens habe auch ich an dieser Broschüre erneut mitgearbeitet. Bereits 2010, als die erste Version erschienen ist, durfte ich mich zum Redaktionsteam zählen. Und beide Male hat das Projekt richtig Spaß gemacht.

Wer das gebündelte Know-how für sein Unternehmen nutzen möchte, kann sich unter www.bvl.de/kom-leitfaden. das PDF-Dokument kostenlos herunterladen.

Freitag, 19. August 2016

Keine Kür: Gepflegte Verteiler

Zu dem wichtigsten Kapital eines PR-Beraters gehören seine Kontakte – der persönliche Draht zu den relevanten Fachjournalisten und den Freelancern, die für sie arbeiten. Über sie erfährt man all das, was nicht in den Mediadaten steht: An welchen Themen sie gerade arbeiten. Welche Themen sie sich wünschen würden und ob sie nicht gerade einen Zitatgeber für die kommende Schwerpunktausgabe suchen.
Wer diese Kontakte pflegt und es versteht, im richtigen Moment zum Hörer zu greifen – nämlich, wenn es etwas zu sagen gibt und die Redakteure nicht gerademit der Schlussredaktion oder der Redaktionskonferenz beschäftigt sind – hat gute Chancen, seine Kunden zu positionieren.
Auch beim Versand von Pressemitteilungen sind die persönlichen Kontakte weitaus wichtiger, als viele glauben: Bei über 180 Pressemitteilungen, die ein Journalist im Durchschnitt erhält, wird schnell eine Mail übersehen. Oder gelöscht, weil man sich schon zu häufig über den Absender geärgert hat, der Betreff nichts Relevantes verspricht oder man sich lieber mit Nachrichten von denen beschäftigt, die man schon kennt.

Was also tun, um die Aufmerksamkeit des Journalisten zu erhalten und mit der Botschaft durchzudringen? Hier einige Tipps:

  1. Erstellen Sie einen personalisierten Verteiler. Schauen Sie genau hin, welches Medium für Sie relevant ist – und welcher Redakteur sich mit Ihrem Themenbereich beschäftigt.
  2. Ihnen geht es mal um Kundenlösungen, mal um Green Logistics und dann um das Thema Nachwuchsförderung? Dann sollten Sie entsprechende Subverteiler aufbauen und nicht einen Redakteur mit allen Themen behelligen.
  3. Auch wenn Sie die Adressen über Zimpel oder andere Anbieter eingekauft haben, freuen sich nicht alle Journalisten automatisch über Ihre Pressemitteilungen. Stellen Sie sich per Mail oder via Telefon vor und fragen Sie nach, ob Interesse an Ihren Meldungen besteht. 
  4. Begegnen Sie den Journalisten auf Augenhöhe. Sie möchten ins Medium, er möchte relevante Informationen. Ihre Zielsetzung sollte die gleiche sein: Den Lesern Informationen zur Verfügung stellen, die einen Mehrwert beinhalten.
  5. Wählen Sie eine aussagekräftige Betreff-Zeile aus der hervorgeht, worum es in der Meldung geht.
  6. Fassen Sie den Inhalt in der Mail kurz zusammen - so kann der Empfänger schneller sehen, ob das Thema für ihn wirklich relevant ist, ohne das Dokument zu laden und zu öffnen.
  7.  Telefonieren Sie den Pressemeldungen nicht nach. Fragen Sie nicht, ob die Mail angekommen ist, der Journalist noch Fragen hat oder wann die Meldung gedruckt wird. 
  8.  Drohen Sie nicht mit dem Ausbleiben von Anzeigen, wenn Ihre Meldung als nicht relevant eingestuft wurde. Koppelgeschäfte sind nicht nur verboten, sie verschrecken auch die Leser.
  9. Nutzen Sie Social Media, um Ihre Meldung zu verbreiten. Meldungen, die es nicht ins Heft schaffen, werden so zumindest teilweise über die Social Media-Kanäle der Fachmedien verbreitet. Außerdem erreichen Sie so auch häufig die Leser – und damit Ihre Kunden – auf dem direkten Weg.









Dienstag, 5. Juli 2016

Strategische Unternehmenskommunikation – so klappt es!

Kennen Sie den Mythos vom Sommerloch? In den warmen Monaten, so hieß es immer, passiert nicht viel. Weil die Menschen in Urlaub sind, werden Entscheidungen aufgeschoben und Projekte auf Eis gelegt. Ganz ehrlich? Das trifft heute ebenso wenig zu, wie noch vor zehn Jahren. Denn kein Unternehmen kann es sich leisten, einfach mal so eine längere Auszeit zu nehmen. Weder zu Weihnachten, noch zu Karneval, zu Ostern oder in den Sommermonaten.
Gleiches gilt auch für die Kommunikation: Wer mit Kunden, potenziellen Mitarbeitern und Journalisten kommunizieren möchte, sollte dies konsequent machen – und zwar zwölf Monate im Jahr. Die Herausforderung liegt darin, Ihre Dialogpartner nicht zu langweilen, sondern sie mit nutzbringenden Informationen zu versorgen. Dies ist einfacher, als es klingt – sofern die Kommunikationsverantwortlichen die Unterstützung der Fachabteilungen und der Geschäftsführung haben. Bewährt hat sich übrigens ein Jahresplan, der auf der Kommunikationsstrategie basiert und in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Ist die Basis am Jahresanfang gelegt und abgestimmt, haben Sie so für das gesamte Jahr genügend Themen und Kommunikationsanlässe.
Und so gelingt es:

1.    Analysieren Sie den Ist- und Soll-Status Ihres Unternehmens: Welche strategischen Ziele wurden erreicht? Welche sollen erreicht werden? Und wie kann die Kommunikation dabei helfen?
2.    Definieren Sie zwei bis drei Kernbotschaften, die den roten Faden für die gesamte Unternehmenskommunikation darstellen. Die Aussagen dürfen variieren, sich aber nicht widersprechen.
3.    Erstellen Sie eine Liste mit allen feststehenden Terminen wie Messen, Produkteinführungen etc.
4.    Legen Sie fest, welche Information für welche Zielgruppe wichtig ist.
5.    Definieren Sie für die unterschiedlichen Themen und Zielgruppen die entsprechenden Kommunikationsmaßnahmen. Berücksichtigen Sie dabei auch Marketing- und Social-Media-Kanäle.
6.    Achten Sie darauf, dass sich die Maßnahmen sinnvoll ergänzen und die Zielgruppen mit den richtigen Informationen zur richtigen Zeit erreichen.
7.    Übertragen Sie alle Termine, Themen und Maßnahmen in einen Contend-Plan, den Sie regelmäßig ergänzen und aktualisieren.
8.    Führen Sie Feedbackgespräche, Umfragen und andere Kontrollmaßnahmen durch um sicherzugehen, dass die Botschaften richtig verstanden und aufgenommen werden.
9.    Ergänzen bzw. korrigieren Sie die Maßnahmen bei Bedarf.
10.Analysieren Sie am Jahresende, ob die zuvor festgelegten Ziele erreicht wurden, und überlegen Sie, ob die bestehenden Kommunikationsmaßnahmen beibehalten werden sollten bzw. andere erfolgsversprechender sind.

 Übrigens: Fachmagazine veröffentlichen ihre Mediendaten inklusive der geplanten Schwerpunktthemen häufig schon im Herbst. Für Sie eine wunderbare Vorlage, um entsprechende Anwenderberichte oder Hintergrundbeiträge mit den Redaktionen abzusprechen.

Dienstag, 14. Juni 2016

Kein Nachwuchs ohne Employer Branding

In wenigen Wochen startet das neue Ausbildungsjahr – und wieder bleiben zahlreiche Ausbildungsplätze bei Logistik-Dienstleistern verwaist. Denn Logistik ist nicht sexy. Selbst, wenn hier spannende Berufe wie Mechatroniker, Fachinformatiker oder Elektroniker für Betriebstechnik angeboten werden.

Müssen Unternehmen deshalb auf Auszubildende und Young Professionals verzichten? Keineswegs – sofern sie in Employer Branding investieren und sich als „bevorzugter Arbeitgeber“ auf dem Markt positionieren. Oder dies zumindest versuchen.

Wie aber geht das? Und worum geht es da genau?

Ziel des Employer Brandings ist die bessere Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung. Darüber hinaus geht es um die Steigerung der Leistungsbereitschaft des bestehenden Teams, eine bessere Unternehmenskultur und natürlich um eine Verbesserung des Unternehmens-Images. 

Damit dies gelingt, muss zunächst die aufzubauende Arbeitgebermarke definiert werden. Diese sollte auf der Unternehmensstrategie basieren und die wesentlichen Elemente der Unternehmenskultur aufgreifen. Wie möchte das Unternehmen wahrgenommen werden?  Welche Werte und Botschaften sollen vermittelt werden? 

Im nächsten Schritt werden interne und externe Maßnahmen entwickelt, mit denen diese Werte und Botschaften transportiert werden sollen. Zu den klassischen Maßnahmen zählen beispielsweise Imagebroschüren, Karriere-Flyer, Maßnahmen im Bereich Schulmarketing, aber auch Stellenanzeigen in Tageszeitungen und Fachzeitschriften oder der eigene Internetauftritt.
Aber auch intern muss die Arbeitgebermarke kommuniziert werden – beispielsweise über Intranet, Mitarbeiterzeitschriften, Aushänge an Schwarzen Brettern und persönliche Gespräche. 

Langfristig macht sich diese Investition bezahlt – unter anderem durch eine gesteigerte Effizienz und geringere Kosten bei der Rekrutierung. Zudem identifizieren sich Mitarbeiter stärker mit starken Arbeitgebermarken, sind motivierter und leistungsfähiger, werden seltener krank und wechseln nicht so bereitwillig den Arbeitgeber.

Der wesentliche Unterschied zum klassischen Marketing sind die Themen, mit denen sich die Zielgruppe beschäftigt. Hier geht es nicht um Produkte oder Dienstleistungen sondern um Themen, die den (potenziellen) Mitarbeiter direkt betreffen: um berufliche Perspektiven, fachliche Herausforderungen, Sicherheit, das eigene Einkommen und die Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Arbeit. Anders ausgedrückt: Im Kampf um die besten Köpfe stehen nicht nur die einzelnen Logistik-Dienstleister untereinander im Wettbewerb - sie müssen sich auch gegen branchenfremde Unternehmen durchsetzen.

Einen guten Blog-Beitrag zum Thema Employer Branding für KMU finden Sie übrigens auch bei meiner Netzwerk-Kollegin Martina Schäfer.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Kein Kanal steht für sich – Integrierte Unternehmenskommunikation

Social Media, Pressemitteilungen oder Fachbeiträge – es gibt viele Möglichkeiten, mit einer oder mehreren Dialoggruppen zu kommunizieren. Das erhöht die Gefahr von Widersprüchen und Irritationen. Genau dies will die integrierte Unternehmenskommunikation vermeiden – mit einheitlichen Aussagen und einheitlichem Wording. Auch dann, wenn Kommunikation in unterschiedlichen Unternehmensbereichen stattfindet.

Damit dies gelingt, sollte zunächst geklärt werden, wo das Unternehmen zur Zeit steht und wohin es will – und wie die Unternehmenskommunikation dabei helfen kann. Das ist Grundlagenarbeit, die viele scheuen. Die aber wichtig ist. Denn nur so können die relevanten Botschaften herausgearbeitet und an die relevanten Dialoggruppen adressiert werden.

Je nach Ausgangslagekann es beispielsweise um übergreifende oder ganz konkrete Ziele wie die Vermarktung einer bestimmten Dienstleistung, die Umsatzsteigerung eines definierten Produktes oder um die Steigerung der Kundenzahl in einer bestimmten Region. Ein Logistikdienstleister, der bundesweit Kunden hat, in der Region selbst jedoch weitestgehend unbekannt ist, kann sich beispielsweise das Ziel setzen, Geschäftspartner im Umkreis von 100 km zu finden.

Für die Kommunikationsverantwortlichen bedeutet dies zunächst die Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb das Unternehmen und seine Dienstleistungen vor Ort unbekannt sind. Wurde bisher kein Wert auf den Aufbau des Bekanntheitsgrads gelegt? Wurden prospektive Kunden vor Ort als uninteressant eingeschätzt? War die Unternehmensführung der Meinung, man bräuchte die Unterstützung der Verwaltung und der Öffentlichkeit vor Ort nicht?

Wenn dies so ist, muss Basisarbeit geleistet werden. Dazu werden im nächsten Schritt zwei bis drei Kernaussagen formuliert, die sich später in allen Bereichen der Kommunikation wieder finden – in Pressemitteilungen und Mailings ebenso wie in den internen Medien.

Bei unserem Logistikdienstleister könnten dies beispielsweise die Botschaften „Wir sind Ihr Partner vor Ort“ und „Wir engagieren uns für die Region“ sein. Das allein reicht natürlich nicht aus – zumal es sich bei jedem Wettbewerber ähnlich wiederfindet. Trotzdem kann regionale Stärke und Engagement vor Ort immer noch beim Vertrieb helfen. Deshalb werden diese Botschaften auf konkrete Aussagen herunter gebrochen – beispielsweise im Rahmen der Vorstellung des Produkt- und Serviceportfolios (warum ist dieses Portfolio für Kunden vor Ort wichtig?). Oder in Hintergrundberichten zum gesellschaftlichen Engagement des Unternehmens und dem Angebot von Ausbildungsplätzen.

Neben den definierten Kernbotschaften, die sich in allen Bereichen der Unternehmenskommunikation wieder finden, ergeben sich weitere Themen aufgrund von Messeteilnahmen, Events oder Produkteinführungen. Oft stehen die Termine weit im Voraus fest, so dass bereits zu Jahresbeginn ein verbindlicher Termin- und Themenplan festgelegt werden kann.

Bei der Planung ist Fingerspitzengefühl gefragt: Stehen tief greifende Änderungen, wie Fusionen oder der Verkauf von Geschäftsteilen an, müssen sowohl Kunden als auch Mitarbeiter darauf vorbereitet werden. Dies wird nicht immer durch ein Medium geschehen können. Gefragt ist hier vielmehr das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kommunikationsmaßnahmen. Um mit den zur Verfügung stehenden Mitteln den größtmöglichen Erfolg zu haben, werden die einzelnen Kommunikationsmaßnahmen im Vorfeld aufeinander abgestimmt. Und dies für das ganze Jahr.
Wichtig ist dabei nicht nur die Frage, was wann kommuniziert wird, sondern auch über welche Kanäle die Botschaften gestreut werden bzw. wie verschiedene Kanäle miteinander verknüpft werden. Dies hat nicht nur Auswirkungen darauf, wie schnell sich eine Botschaft verbreitet – sie muss auch unterschiedlich aufbereitet werden.

Mitarbeiter bei kritischen Themen zuerst informieren
Besondere Aufmerksamkeit erhält zudem die Kommunikation mit den Mitarbeitern – vor allem bei kritischen Themen. Zum einen, weil die Mitarbeiter durch den direkten Kontakt mit den Kunden einen sehr wichtigen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und damit auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens haben. Zum anderen, weil keine Entscheidung und keine Strategie die Chance auf effektive Umsetzung haben, sofern sie nicht von den Mitarbeitern mitgetragen werden.
Erst im nächsten Schritt werden die Kunden informiert. So wird auf einfache Weise vermieden, dass Mitarbeiter auf Kundenfragen nicht reagieren können und deshalb als unqualifiziert dastehen.

Außerdem trägt eine gute Kommunikationskultur, in der sich die Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten ernst genommen fühlen, entscheidend zu einem guten Betriebsklima bei. Dies führt zur besseren Mitarbeiterbindung, die sich spätestens in der nächsten Krisensituation auszahlen wird. Denn ganz gleich, ob es um Qualitätsmängel, Entlassungen oder eine anstehende Fusion geht: Informierte Mitarbeiter reagieren entsprechend, wenn sie von außen angesprochen werden. Verstehen die Mitarbeiter kritische Entscheidungen und tragen sie mit, wirkt sich das positiv nach außen aus. Aber auch ohne Krisensituationen profitieren Unternehmen von der guten internen Kommunikation. Denn informierte Mitarbeiter sind motivierter, produktiver und treten – sofern sie vom Unternehmen und den Produkten überzeugt sind – als Botschafter des Unternehmens auf.

Fleißarbeit zahlt sich aus
Zugegeben – es ist viel einfacher, bei Bedarf aktiv zu werden. Diese Ad-hoc-Mentalität führt allerdings nicht zum Ziel. Auf der anderen Seite profitieren Unternehmen von der integrierten Unternehmenskommunikation gleich mehrfach: Die Festlegung der Botschaften, Themen und Maßnahmen bringt Planungs- und Budgetsicherheit bei gleichzeitiger Möglichkeit der Erfolgskontrolle. Und sie bietet eine nicht zu unterschätzende Kontinuität in der Wahrnehmung – und legt damit den Grundstein für langfristigen Unternehmenserfolg.

Donnerstag, 7. April 2016

Sechs Tipps, wie Sie Aktionstage für die eigene Unternehmenskommunikation nutzen

Am 21. April findet zum neunten Mal der bundesweite Tag der Logistik statt. Ziel dieses von der BVL initiierten Aktionstages, das Image der Logistik zu verbessern und potenzielle Nachwuchskräfte auf Karrieremöglichkeiten aufmerksam zu machen. Die Resonanz bei den Unternehmen ist groß: Über 400 Türen öffnen sich für neugierige Blicke.

Bei der Pressearbeit werden die Unternehmen von der BVL unterstützt – durch die Website www.tag-der-logistik.de, auf der die einzelnen Termine bekannt gegeben werden, Unternehmen ihre Pressemitteilung und Bilder einstellen können sowie durch einen kostenlosen Redaktionsservice. Dieser bündelt die Pressemitteilungen der Unternehmen und stellt sie in Form eines Newsletters den regionalen Medien zur Verfügung.

Unternehmen, die diesen und andere Aktionstage effizient für ihre Unternehmenskommunikation nutzen möchten, können darüber hinaus aber noch viel mehr tun – auch während und nach dem Event:
  1. Laden Sie gezielt ausgewählte Journalisten ein.
  2. Machen Sie während der Veranstaltung Fotos, die Sie später für Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwenden können.
  3. Berichten Sie in Ihren eigenen Medien über Ihr Engagement – in Social Media, Ihrem Kundenmagazin, der Mitarbeiterzeitschrift, auf der Website … 
  4. Veröffentlichen Sie bei einer gelungenen Aktion eine Pressemitteilung und berichten Sie über Highlights, Zahl der Teilnehmer etc. Wenn möglich: Fragen Sie Teilnehmer nach einem Zitat, das Sie veröffentlichen dürfen.
  5. Stellen Sie der BVL Bilder für den Rückblick zur Verfügung.
  6. Achten Sie vor, während und nach dem Event darauf, wo Ihre Pressearbeit verbessert werden kann. Welche Informationen haben den Teilnehmern gefehlt, was war vielleicht zu viel?

Auch wenn Sie keine eigene Presseabteilung haben, können Sie so Ihre Unternehmenskommunikation zum Aktionstag von Jahr zu Jahr verbessern.

Weitere Tipps gibt es übrigens bei der BVL: http://www.bvl.de/wissen/tipps-fuer-die-logistik-pr

Donnerstag, 10. März 2016

Ist Unternehmenskommunikation ohne Social Media noch denkbar?

Facebook, Twitter, Xing und LinkedIn – kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne Präsenz in Social Media aus. Stimmt doch, oder? Nicht ganz. Denn immer noch entscheiden sich Unternehmen bewusst, sich nicht in sozialen Netzwerken zu präsentieren. Die Begründungen sind vielfältig: Fehlende Kapazitäten, die Angst vor einem Shitstorm oder einfach persönliche Vorlieben: Was dabei häufig vergessen wird: Selbst ohne die eigene Facebook-Seite oder das Unternehmensporträt bei Xing sind sie im Social Web präsent: Journalisten verbreiten die Pressemitteilungen via Tweets und Postings, Kunden beklagen sich über schlechten Service, Fahrer tauschen sich in geschlossenen Gruppen über die Arbeitsbedingungen aus, Mitarbeiter bewerten auf Bewertungsportalen das Arbeitsklima oder lästern auf öffentlichen Facebook-Profilen über den Chef.

Unternehmen, die Social Media ignorieren, bekommen davon in der Regel nichts mit – und verschenken wertvolle Chancen. Denn auch Lob über herausragenden Service, die Suche nach neuen Dienstleistern und Arbeitgebern – all das findet zunehmend in sozialen Netzwerken statt.
Vor allem aber haben sich durch Social Media die Anforderungen an die Unternehmenskommunikation extrem gewandelt. Mit Presseinformationen, die über Twitter, Google+, Facebook und Xing nicht nur die Fachjournalisten sondern auch Kunden und interessierte Öffentlichkeit erreichen, können (Fach-) Zeitungen kein Alleinstellungsmerkmal mehr erreichen. Sie benötigen Hintergrundinformationen – Stories, die kein anderer hat. Neue Perspektiven auf bekannte Fragestellungen. Fündig werden sie im Social Web. 98 Prozent der Journalisten nutzen Blogs, Content Communities, Micro-Blogs und soziale Netzwerke für die Recherche und die Verifizierung von Informationen. Damit bieten Social Media die besten Voraussetzungen, um Unternehmen oder Führungskräfte mit den gewünschten Botschaften zu positionieren.

Für wen eignet sich Social Media?
Um diesen neuen Kommunikationskanal nutzen zu können, muss ein Umdenken im Unternehmen stattfinden. Pressemitteilungen an definierte Verteiler, die bei Bedarf verschickt werden, können nicht mit der regelmäßigen Kommunikation über nicht kontrollierbare Kanäle verglichen werden. Was über Social Media verteilt wird, kann schneller als alles andere bei Wettbewerbern, bestehenden und potenziellen Kunden oder den Mitarbeitern landen. Eine Filterung nach Zielgruppen ist nur noch bedingt möglich.

Die Bereitschaft, diesen Kontrollverlust zu akzeptieren und sich hinter die Kulissen schauen zu lassen, ist deshalb die Voraussetzung für Social Media-Aktivitäten. Ist dies gegeben, die Verantwortlichkeiten geklärt und ein Budget – für Bilder, Videos, Community-Aufbau und das Bewerben einzelner Beiträge – geklärt, sind die wichtigsten Voraussetzungen fast geschaffen. Kommunikationsziele und Strategie können festgelegt, Monitoring-Instrumente ausgesucht und die redaktionelle Planung für die kommenden drei bis sechs Monate festgelegt werden.

Sensibilisierung der Mitarbeiter
Social Media sind kein rechtsfreier Raum. Genau wie bei der klassischen Unternehmenskommunikation müssen hier zahlreiche Gesetze eingehalten werden – angefangen vom Markenrecht über Wettbewerbsrecht, Datenschutz, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, das Recht am eigenen Bild und natürlich die Impressumspflicht. All das ist Kommunikations-Verantwortlichen bekannt. Nicht aber unbedingt den Mitarbeitern, die ebenfalls in den sozialen Netzwerken aktiv sind. Um unnötigen Ärger und Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, sollten sie deshalb entsprechend sensibilisiert werden – durch Social Media Guidelines sowie bei Bedarf durch Schulungen. Dabei sollte auch auf die Verpflichtungen des Arbeitnehmers aufgrund des Arbeitsrechts und der Datensicherheit hingewiesen werden. Denn Informationen über interne Abläufe oder Kunden und Geschäftspartner haben im Social Web nichts verloren.

Enge Verzahnung von Social Media und PR
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Social Media als fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation integriert werden. Dabei sollte auf eine enge Verzahnung der Kanäle geachtet werden – zum einen, weil Facebook und Co. fremde Plattformen sind, auf die Unternehmen keinen Anspruch haben. Accounts können gelöscht und die Inhalte so verloren gehen. Zum anderen, weil über Social Media meist nur kurze, prägnante Informationen distribuiert werden können. Hintergründe und Zusammenhänge benötigen mehr Raum – und dieser lässt sich gut auf der eigenen Website zur Verfügung stellen. Damit bleibt diese die zentrale Anlaufstelle für Journalisten, die hier auch die Ansprechpartner in der Unternehmenskommunikation und darüber die Experten für Fachfragen finden.